Gezwungene Stummheit
god_3komma14
Heute ist Geburtstag von einem Menschen, den ich sehr mag - einfach so. Es ist etwas Besonderes an der Art, wie er beim Sprechen die Augen schließt und sich von der Außenwelt "abgrenzt", ja, vielleicht nennt man das "innere Schönheit".
Und die Rahmen/ Grenzen/ Konventionen/ Regeln/ Scham (?) lassen mich nicht mal eine Mail schreiben. Deshalb sei nun der Versuch unternommen, ein Wölkchen positiver Energie in seine Richtung zu senden - wenn am Schamanismus was dran ist, so sollte meine Wolkenaktion irgendwas Gutes bewirken können.
Denn ich wünsche wirklich vom Herzen, dass es ihm gut geht.
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Pan-mindfuck
god_3komma14
Auf der Suche nach einer Fragestellung (ist das denn nicht absurd? ich meine, man soll schreibenn, wenn man etwas zum Schreiben hat und nicht wegen irgendeinem Papier. Egal. Nicht nachdenken.)
http://www.geistigenahrung.org/ftopic55879-10.html

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god_3komma14
"Symbolisierung ist der Versuch, B-g zu schaffen; sie stellt das bildhaft-vorbegrifflich Verdichtetes, Verschmelzendes dar. Sie läßt Merlmale untersch. Wesen sich mischen und mischt sich selbst in den B-gskomplex. Die S-gstendenz erweist sich als eine magische Praxis, die sich einbildend in den Zus.hang webt."
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Keine Freude an Freud.
god_3komma14
Mit dem guten Siegmund habe ich mich bisher nicht befasst. Es gab zwar C.G.Jung-Versuche (harter Mann, ihm muss ich viel mehr Aufmerksamkeit schenken, als ich damals konnte) und ein wenig Erich Fromm, als Dessert.

1905. 1. Kapitel.
Meine Gedanken bisher scheinen mir viel zu banal. Sigusch ist einfach zu gut - und "Neosexualitäten" nachzuerzählen, na ja, das könnte ich mir und, vor allem, dem Danzer ersparen.

Aber, was so verdammt erstaunlich ist: Freud ist Psychologe nur in einem sehr geringen Maßße. Die Psychoanalyse ist nichts anderes als eine spekulative Philosophie, ohne jegliche empirische Grundlage. Und so ein potentieller Bullshit wird für mindestens ein Jahrhundert zur dominanten Theorie in der Psychiatrie/ Psychotherapie. Nach dem Motto: besser eine spekulative Theorie als gar keine?!

CS meinte letztens, ich könnte danach auch Psychologie studieren gehen. Psychiatrie mit philosophischen Kenntnissen zu betreiben, wäre vermutlich nicht ganz so verkehrt.
Für mich jedoch nur peinlich. Врач, исцелися сам!

RK
god_3komma14
2 Jahre nicht über RK nachgedacht. Der Grund - vermutlich der konstruktivistische Trip, der zwar ziemlich lustig war, aber...
Jetzt durch den Enaktivismus wieder darüber gestolpert, prinzipiell keine Wow-Effekte, dennoch verdammt attraktive Thesen.
Selbstwiderlegungsproblem? Ist doch nur scheinbar (Kategorienverwechslung), oder?

"Anti-scientistisch" - ? Entweder aneinander vorbeigeredet oder verschiedene Begriffe vom RK. Erkenntnistheoretisch gesehen ist RK doch so verdammt pro-scientistisch - klare Einschränkung eigener Grenzen, Vermeidung der Selbstbetrugsgefahr, dennoch Willkommensein für kohärente Theorien...

Also, unbedingt "Baum der Erkenntnis" lesen!!

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god_3komma14
ich muss dieses Ding nutzen, um wenigstens zu notieren, was ich vorhabe zu lesen.

Ganz viel Thanatologie in letzter Zeit. Philosophische, versteht sich.
Ein Vortrag am Freitag, den ich schlecht fand. Das ist so verdammt tröstend. Может, я не такая бездарность, как думаю?

Prä-McMahan'scher Kram:
T1. Der Tod ist für uns zu bestimmten Zeitpunkten schlimmer als zu anderen Zeitpunkten.
(Stimme ich im Großen und Ganzen intuitiv zu. Ausnahmen sind denkbar - für mich mit 21 ist der Tod nicht so schlimm wie für P.C. mit 34 (oder ist sie schon 35 geworden), aber das ist ja ein Sonderfall. Der Einfachheit halber sei die These gekauft.)

Schlecht ist der Tod für uns nicht aufgrund eines Leidens, das es erzeugt, sondern aufgrund dessen, was er uns wegnimmt. (Wie hieß noch Mal der Typ, der das als erster formuliert hat?).

McMahans Argument (Deprivationstheorie):
i) Tod ist deshalb ein Übel, weil er der betroffenen Person etwas wegnimmt.
ii) Wie viel er der Person wegnimmt, bestimmt sich danach, wie viel Gutes sie noch erfahren und gleichzeitig auch danach, wie lange die psychologische Verbindung zu einem zukünftigen Selbst bestanden hätte.

(183 ff)

(Finde den Punkt mit der psych. Verbindung ziemlich cool, will jetzt seine ganzen Gedankenexperimente nicht anführen - wenn DS das mal wieder braucht, liest sie das einfach noch mal.)

Gegenargument von Peter Schaber (ich zitiere aus seinem Handout):
i) Vom Zeitpunkt des Todes hängt es ab, wie das Leben der betroffenen Person zu bewerten ist.
ii) Was wir fürchten, wenn den Tod fürchten, ist dies, dass wir nichts Gutes mehr erleben können.

K: Zu fürchten haben Menschen rationalerweise zu jedem beliebigen Zeitpunkt ihres Lebens dasselbe: das Ende bewusster (guter) Erfahrung.


1) Herr Schaber kauft T1, formuliert aber in seiner These den Gegensatz davon. Wie er beide verknüpft, ist unklar. Die Frage konnte er während der Diskussion auch nicht zufriedenstellend beantworten. (Und ich habe jetzt keinen Bock zu versuchen, das irgendwie zu retten, was man natürlich machen könnte - und auch ohne coincidentia oppositorum.)

An dieser Stelle hat Deutschland offenbar gewonnen und ich werde von einer kurzlebigen Glücksapokalypse unterbrochen. Waruum tun sie das? Ja, icch weiß. Gesundes menschliches Religiösitätsbedürfnis.

2) P.S. nimmt eine andere Perspektive in seiner Argumentation als McMahan. Es sind nämlich zwei verschiedene Fragen: "Wann habe ich den Tod mehr zu fürchten?" und (Fortsetzung folgt...)

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god_3komma14
Also, entweder bin ich viel zu dumm oder irrt sich der gute Maier-Oeser. Es ist doch offensichtlich, dass die beiden Thesen einander nicht widersprechen:"nondum prorsus exstat quod sine signis doceri posse videtur" (De magistro) vs. "fortasse nihil invenies, quod per sua signa discatur. Cum enim signum mihi datur, si nescientem me invenit, cuius rei signum sit, docere me nihil potest, si vero scientem, quid disco per signum?" (De doc. christ.)
Gehe ich etwa in die falsche Richtung?
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god_3komma14
 1588 - Ph. W.

Kunstlos
god_3komma14
 Man will schreiben - und man schreibt, verdammt, so ist es! Wenig Sinn, viele Zeichen, keine Ergebnisse. Wer braucht sie nun aber?
Die Sache ist: Nein, unglücklich bin ich nicht. Aber hier fehlt etwas. Jemand. 
Und wegen dieses Fehlens fangen die ganzen Konzetrationsschwächen an. Vielleicht ist das nur eine Illusion? Ein Phantasiespiel? Ein Weg, den man nicht betreten kann, weil er bloß auf dem Papier gemalt ist.
Sich das Sprechen Nichtverbietenkönnen, zugleich Wollen und Nichtwollen, mit dem gleichen Bezugsobjekt, - wie lächerlich coincidentia-oppositorum-haft.
Oder ich brauche bloß, mich unglücklich zu machen? Unterwerfung, Beleidigung? Severin..?

Wenn man anfängt - so wird alles offen, keine Rückschritte, die Augen nur nach vorn.

Ich kann mich nicht ändern, da mir selbst der Gedanke, man sollte auch sich lieben, widerwärtig ist.

Spiele sind die Rettung. Wenn es eine überhaupt gibt.

Vom Gleichgewicht
god_3komma14
 

Es ist die Frage nach den Symbolen: Wie viel Kraft braucht man in einem zu verbergen, damit es wirkt. Es denkt sich ohne “Kausalität” – vielleicht ist sie gar nicht.

Wenn die Koinzidenztheorie nun richtig ist, so fallen im Höchsten die Gegensätze zusammen. Was aber dem Menschen bleibt, ist nicht das Entweder-Oder, und auch nicht die Teile vom Sowohl-Als-Auch, sondern der Satz: „Du bist zum Gleichgewicht verurteilt!“

In jedem Zustand, in jedem Prozess steckt diese furchtbare Strafe. Erinnere dich nur!

Muss man die Schwankungen dann minimieren?

Letztlich kann man den Trost darin finden, dass es schließlich wieder die Einheit ist, auch wenn nicht die Höchste.

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